Über mich
Schon während meiner Ausbildung zur OP-Schwester vor über 15 Jahren war mir bald
klar, dass ich unbedingt einen Bewegungsausgleich brauche. Der Beruf der OP-Schwester ist durch langes Stehen im OP-Saal geprägt. Meine Wahl fiel auf Tai Chi.
Damals in Ulm wohnend, begann ich an der Tai Chi Schule von Elisabeth Wörsing und Ralph Heber in
Neu Ulm den Wu Stil nach Bruce Frantzis zu lernen.
Die ruhigen und fließenden Bewegungen, die ich in der Gruppe erlernen und dann für mich zu Hause üben konnte,
waren genau das, was ich gesucht hatte. Nach meiner Ausbildung in Ulm zog ich in die
Schweiz und übte erst mal für mich alleine, da ich keine passenden Tai Chi Schule fand.
Ich merkte aber, dass mir der Unterricht fehlt und begann schließlich mit dem Yang-Stil bei
der ITCCA.
Erneut umgezogen, dieses mal nach Karlsruhe, machte ich mich wieder auf
die Suche nach einer Tai Chi Schule und kam so zum Centre Qi Gong von Bernhard Maier
in Karlsruhe. Dort konnte ich die bereits erlernte Langform des Yang-Stil weiter lernen und
vertiefen. Durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten im OP konnte ich nicht immer zum Tai
Chi Unterricht kommen, so dass ich ersatzweise auch am Qi Gong Unterricht teilnahm.
Tai Chi besteht aus einer Aneinanderreihung von Qi Gong Bewegungen, so dass mir die
Bewegungen an sich nicht neu waren, nur dass ich sie in dieser Art bisher wenig geübt
hatte. Neugierig geworden auf diese andere Art zu üben, meldete ich mich zu einem
fünftägigen Qi Gong Kurs des Centre Qi Gong an. Das Besondere an diesem Kurs ist,
dass es ein Schweige Retreat ist. Fünf Tage nur Qi Gong und Mediation in Stille. Eine sehr
intensive und schöne Art Qi Gong zu üben, zu sich zu kommen und sich wieder zu erden.
Mittlerweile ist dies meine liebste Art zu üben.
Durch einen erneuten Umzug und weniger Platz zum Tai Chi üben, konzentrierte ich mich
von da an hauptsächlich auf Qi Gong und nach einigen Jahren entschied ich mich zu
einem weiteren Schritt. Ich absolvierte die Lehrerausbildung am Centre Qi Gong.
Qi Gong und auch Tai Chi sind mittlerweile ein wichtiger und essentieller Bestandteil in
meinem persönlichen Alltag. Das Üben am Morgen ist für mich eine schöne Routine, um in
den Tag zu starten. Es hilft mir einerseits, für den Tag gewappnet zu sein und andererseits,
am Ende des Tages die verschiedenen Anstrengungen abzuschütteln. Es tut mir gut und
ist zudem für mich persönlich eine Möglichkeit, einfach mal für eine Weile ganz bei mir zu
sein.
In Badenweiler aufgewachsen und jetzt nach einigen Jahren auch wieder
zurückgekommen, möchte ich hier meine Freude und mein Wissen am Qi Gong teilen und
weitergeben.